Samira Ullah von der DHG Ammeloe/Ellewick als Jugendsprecherin für den Deutschen-Handball-Bund beim Länderpokal unterwegs

Vom 12. – 15.01.2017 spielten die weiblichen Auswahlmannschaften der Jahrgänge 2000 und jünger um den Länderpokal des Deutschen Handballbundes (DHB). Ausrichter dieser Veranstaltung war wie im vergangenen Jahr der Handballverband Württemberg.

 

Dieses Handballevent wollte sich auch die Jugendsprecherin des DHB, Samira Ullah, nicht entgehen lassen und machte sich auf den Weg in den Stuttgarter Raum.                                                                Ullah ist selbst Spielerin in der 1. Damenmannschaft der DHG Ammeloe/Ellewick und außerdem auch Jugendsprecherin des Handballkreises Euregio-Münsterland und Mitglied des Jugendsprecherteams des Westdeutschen Handballverbandes.

 

Sie war einer Einladung des DHB zu einer Podiumsdiskussion, die im Rahmen des Länderpokales stattfinden sollte, gefolgt.
„Selbstverständlich ist diese Veranstaltung nicht um die Ecke. Aber der Länderpokal ist immer eine sehr attraktive Veranstaltung. Dort präsentieren die Landesverbände immerhin ihre besten Spielerinnen.“ so Ullah. Man kann also schon sagen, dass dort die besten Nachwuchsspielerinnen Deutschlands auf der Platte stehen. Diese haben die Möglichkeit, sich dort zum Beispiel für die Juniorinnen-Nationalmannschaft zu empfehlen, denn die Trainer und Trainerinnen des Deutschen Handballbundes sind ebenfalls als Sichter vor Ort. „Dort kann man schon die eine oder andere potentielle, zukünftige Nationalspielerin beobachten.“ erzählt Ullah.

 


Am Freitagnachmittag schaute sie sich das Spitzenspiel zwischen dem Handballverband Westfalen und dem Südbadischen Handballverband an. In diesem Spiel ging es um den 1. Platz der Gruppe A in der Vorrunde, der über den weiteren Turnierverlauf entscheiden würde. „Selbstverständlich habe ich meinen Handballverband, nämlich Westfalen angefeuert.“ sagt Ullah. Die Unterstützung scheint genützt zu haben, denn Westfalen konnte das Spiel mit 23 zu 22 knapp für sich entscheiden.

 


Die Podiumsdiskussion am Freitagabend stand unter dem Motto „Karriere im Handball – Vielfalt an Möglichkeiten“. Zu dieser wurden neben Ullah als Jugendsprecherin auf Bundesebene aktuelle Frauen und Juniorennationalspielerinnen, Schiedsrichterinnen und DHB Trainer eingeladen. Gespannt folgten die Auswahlspielerinnen der Diskussion. Ullah berichtete von ihrer eigenen sportlichen Karriere im DHB. Davon, wie sie nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr beim DHB zur Jugendsprecherin gewählt wurde und welche Aufgaben sie im DHB erledigt. „Reichen Ihnen 24 Stunden am Tag? Sie arbeiten als Erzieherin, spielen selbst, trainieren eine weibliche B-Jugend, führen so viele Ehrenämter durch. Wie geht das?“ wurde die Jugendsprecherin von dem Moderator gefragt. „Eigentlich sind es zu wenig Stunden für so viele Aufgaben.“ so Ullah. „Selbstverständlich muss man Prioritäten setzen und strukturiert und organisiert durchs Leben gehen.“ Aber sie liebt und lebt den Handballsport und möchte auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen, ihre Sportart aktiv mitzugestalten. „Die Leidenschaft für diesen Sport ist einfach zu groß. Einmal Handball, immer Handball. Es ist wie eine große Familie!“ Und Ullah versuchte mit ihren Mitstreiterinnen die Auswahlspielerinnen davon zu überzeugen, dass auch das Ehrenamt ein Weg sein kann, im Handball Karriere zu machen.

 


Leider musste Ullah sich bereits am Samstagnachmittag wieder auf den Weg in ihre Heimat machen, denn auch dort warten die nächsten Aufgaben auf sie. „Ich möchte mit meinem Team, der DHG Ammeloe/Ellewick, dieses Jahr in die Landesliga aufsteigen. Und dafür musste ich natürlich pünktlich zum Spitzenspiel wieder Zuhause sein.“
Verfolgt hat sie restlichen Verlauf des Länderpokales über den Liveticker.

 

Letztendlich hat Ullahs eigener Handballverband, nämlich der Handballverband Westfalen sogar das Rennen gemacht und sich am Sonntag mit einem Sieg gegen den Gastgeber Württemberg den Pokal geholt. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.

 

Und gelohnt hat sich die frühe Rückfahrt für Samira Ullah auch – am Sonntag konnte die DHG Ammeloe/Ellewick in einem tollen Spitzenspiel einen verdienten 25:20 Sieg einfahren.

 

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